Autonome Vollversammlung – Protokoll 13. März 2011

Protokoll der Autonomen Vollversammlung (AVV) im New Yorck (Bethanien) in Berlin vom 13.03.11

Tops: Termine | Struktur der AVV | 1. Mai | Fukushima

22 Menschen zu Beginn anwesend (ca)

1. Termine

- 30.03. 21:00 Friedel: Treffen zur Berliner Mobilisierung zum Naziaufmarsch in Braunschweig am 4.6.

- 22.04. XB-Liebig: größere Veranstaltung zu Braunschweig.

Es wurde die Frage nach einer kommenden Steigende-Mieten-Demo gestellt. Daraufhin wurde geantwortet, dass es vermutlich einen Sternmarsch aus den Demos der einzelnen Kiezinitiativen geben wird.

- 19.03. 21:00 XB-Liebig: Escada-Pelzfrei-Party der Berliner Tierbefreiungs-Aktion (BerTA) – AntiRep-Soli

- Liebig14-AntiRep-AG hat jeden 1. Sonntag im Monat um 16.00 im Bethanien ein offenes Treffen An dieser Stelle wurden von einer Person folgende Infos über den Stand der L14 Repression gegeben: – hohe Repressionskosten -> Solipartys in Planung – Betroffenen der L14-Woche sollen sich bei AntiRep-AG melden – allerdings wird gewünscht, dass Menschen, die in Strukturen eingebunden sind, sich möglichst innerhalb ihrer Bezugsgruppen um Antirepression zu kümmern, sodass in erster Linie Menschen, die so etwas nicht haben mit Rep-Kosten nicht allein gelassen werden. Eine andere Person appelierte an Menschen, die vom Staat Geld wegen Repression zurückbekommen (z.B. Kopenhagen), dieses für aktuelle Antirepression bereitzustellen (z.B. Liebig14)

- 10.04. 19.00 (?) SO36: offenes Treffen zu der Veranstaltungswoche „30 Jahre Hausbesetzung“ im September. Bringt euch ein!

- 09.04. 15.00 Liebig14-Kurzdemo zum Liegenschaftsfond. Hier werden noch Redebeiträge aus einem Mieter_Innenkontext gesucht

- 21.03. New Yorck 59 (Bethanien) G8-Infoveranstaltung

2. Struktur der AVV

WICHTIG: Das Passwort der AVV-blogsport-Seite wurde gehackt. Die Seite http://avvberlin.blogsport.de/ stellt somit nicht mehr die Internetpräsenz der AVV Berlin dar. Auch die dort angegebene email-Adressse autonome_vollversammlung@riseup.net ist, wie schon vor dem Hack-Angriff beschlossen, nicht meher als Kontaktadresse zu verwenden. Wenn ihr euch in nächster Zeit an die AVV wenden/an ihr mitwirken wollt, kommt einfach zur nächsten AVV.

Diese Informationen wurden von einer Person bekanntgegeben. Später wurde beschlossen dies über das AVV-Protokoll öffentlich bekanntzugeben und darin hervorzuheben. Eine Person meinte, dass es die AVV auch ohne email-Adresse geben könne und eine dezentrale Struktur vorgezogen werden solle. Diese Meinung stieß auf mehrere zustimmende Meinungen. Menschen äußerten jedoch, dass von anderen avvs gewünscht war einen kontakt nach berlin zu haben, der zwar auch durch dezentrale strukturen(antifa etc.) vorhanden ist, aber nicht direkt zur avv. um das protokoll der avv zu veröffentlichen dachten sich die menschen es bei indymedia und indymedia-linksunten zu posten. Außerdem wurde vorgeschlagen es auszudrucken und in „Szeneläden“ auszulegen außerdem soll das Protokoll an die interim geschickt werden, da diese im moment recht regelmäßig erscheint. Zur Organisation wurde sich darauf geeinigt einen Vorbereitungskreis zu finden, der sich um die nächste AVV kümmert. Bei der nächsten AVV müsste sich also logischerweise wieder eine Gruppe finden. Vorschläge wie Verantwortliche, oder eine feste Vorbereitungsgruppe trafen auf Gegenstimmen, da sich die AVV dadurch auszeichne, dass jedes mal andere Menschen da sind und es dadurch keine Menschen geben kann/muss, die immer da sind. Der Vorbereitungskreis soll sich neben der Vorbereitung der AVV auch um die Ankündigung im stressfaktor kümmern.

3. 1.Mai

Hier kam der Wunsch auf über den 1. Mai zu reden. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, wie dieser Tag konzipiert sein könnte:

-Internet-Ticker (wie bei der Liebig14-Räumung)

-verschiedene Anlaufpunkte -nicht auf Kreuzberg fixieren

-bei dezentralen Aktionen themenbezogen mobilisieren und konkrete Ziele nennen (z.B. Arbeitsamt)

-Vorbereitung aus der AVV heraus

-Gegenstimmen: die AVV ist nicht sicher und daher ungeeignet für das Planen von Aktionen

-Tagesablauf abhängig davon, ob und wie Nazis marschieren

-Spontis möglich am 1. Mai?

-mit Zettel-Mobilisierung

-Zeit-Ort-Mobilisierung (z.B. 27:30 Uhr A-Platz)

-Sponti müsste groß sein, um laufen zu können

-Flyer-Aktionen -nach 18.00-Demo aus Kreuzberg wegmobilisieren (Vorschlag, der auf Zustimmung stieß: nach Neukölln)

-in Neukölln ein Art „gutes“ Fest machen (nicht-kommerziell)

-zur GeSa mobilisieren (logisch, weil dort mit Sicherheit Menschen sind..)

Außerdem wollte sich im Anschluss an die AVV eine Gruppe treffen, um eventuell etwas zum 1. Mai vorzubereiten.

4. Fukushima

Aufgrund der nuklearen Katastrophe in Japan wollten Menschen diese als Top dabei haben. Es wurde beschlossen, dass es an dieser Stelle nicht zu einem Nachrichtenaustausch kommen sollte, weil das zu zeitintensiv wäre. Allerdings gab es den klaren Wunsch nach öffentlichen Aktionen und Spontis von linker/linksradikaler Seite und ohne Parteifahnen. Hier wurde die Hoffnung jedoch auf die Menschen gesetzt, die in Anti-AKW-Gruppen aktiv sind. Auch die Idee einer Anti-AKW-VV in Berlin kam auf, worauf aber nicht näher eingegangen wurde.

Die nächste AVV ist am 13.4.11 im Bethanien um 19:30