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i was made for loving you

Berlin: Einladung zur Autonomen Vollversammlung am 13. Juni 2011

Auch in diesem Monat gibt es wieder eine Autonome Vollversammlung in Berlin. Diesmal findet die Berliner Autonome Vollversammlung am 13. Juni 2011 ab 19 Uhr 30 im New Yorck (Bethanien) statt. Vorgeschlagenes Thema ist u.a. der Protest in Afrika (Maghreb, Sahara, Westafrika) und Europa (Spanien, Italien, Griechenland). Hier wollen wir uns auch die Frage stellen, wie wir an gesicherte Informationen aus diesen Regionen kommen und wie wir partizipieren können. Ebenso wollen wir über das Agieren der Neonazis in Kreuzberg sprechen. Die Autonome Vollversammlung ist eine Plattform auf der sich autonome Aktivisten und Aktivistinnen austauschen und unerfahrene Menschen an autonome Gruppen Anschluss finden können.

Wie fast immer in den letzten Jahren, treffen wir uns in jedem 13. im Monat treffen zur Autonomen Vollversammlung (AVV), um uns auszutauschen, gemeinsam zu diskutieren und uns zu vernetzen. Eingeladen sind alle, die autonome Politik betreiben oder betreiben wollen und emanzipatorische Lebensweisen befürworten. Ihr seid nach Berlin gezogen oder beschäftigt euch das erste Mal mit Politik? Dann kommt vorbei!

Konflikte in Afrika, Europa und anderen Regionen

Es scheint zu brodeln in Nord-Afrika und Süd-Europa. Doch was geschieht dort wirklich? Mangelnde Sprachkenntnisse, Falschübersetzungen, auch aus ideologischen Gründen, und bearbeitete Video geben ein verzerrtes Bild wieder. Wie können wir an authentische Informationen aus diesen Regionen kommen? Wie können wir Kontakt zu den dort lebenen und aktiven Menschen aufbauen und ihre Informationen verifizieren?

Wollen wir gemeinsame Reisen in die Gebiete, wo sich etwas bewegt, organisieren? Und wenn ja, wollen wir eine beobachtende oder partizipierende Rolle einnehmen? Im Bezug auf Italien und Griechenland scheint es schon Ansätze zu einer solchen Organisierung zu geben, jedoch nicht im Bezug auf Nord-Afrika. Woran liegt das? Ist es uns letztlich zu unbequem aus unserer warmen Stube in die harte Realität des (militärischen) Kampfes einzutreten? Warum gelingt es nicht Indymedia ähnelde Strukturen aufzubauen und eine „unabhängige“ Berichterstattung zu gewährleisten? Wie können wir Projekte wie http://www.afrique-europe-interact.net fördern? Und was bewirkt unsere die Fehlwahrnehmung? Und wie wichtig sind seriöse Übersetzungsringe? Wie können wir diese wieder etablieren?

Sind die Geschehnisse in Nord-Afrika und Süd-Europa überhaupt relevant für emanzipatorische Politik? Oder wirken diese Aufstände emanzipatorischer Politik sogar entgegen? Handelt es sich um eine Revolte, um eine Revolution oder gar um einen evolutionären Vorgang? Was hat sich in der kurzen Zeit alles getan und wer profitiert von den Veränderungen? Was soll sich noch verändern und wer sind die Agierenden?

Ähnliche Konflikte gab es auch in West- und Zentralafrika (Subsahara). Warum wurden diese von emanzipatorischen Bewegungen in Deutschland kaum wahrgenommen und so gut wie garnicht thematisiert? Können wir in diesen Gebieten durch arbitrage Vorteile autonome nicht sehr viel leichter agieren als in Deutschland? Beispielsweise mit den Bau von Schulen und Krankenhäuser, oder der Organisierung von Masseneinwanderung nach Europa. Wie kommt es zur Hierarchisierung von „ausländischen“ Konflikten?

Wie werden die derzeitigen Aufstände zur Zeit in Deutschland aufgenommen und was wird hier organisiert? In Berlin gibt es seit einigen Wochen ein regelmässiges stadtweites Treffen und ein Treffen innerhalb Neuköllns (Reuterplatz) zu den spanischen, griechischen und italienischen Aufständen. Warum beteiligen sich daran nur so wenige Menschen. Und wie können wir diese zarte Bewegug vor etablierten linken Gruppen, die mit Regierungsparteien und der Polizei rumkungeln, schützen?

Neonazis agieren in Kreuzberg / antifaschistische Organisierungsdebatte

Am 14. Mai 2011 demonstrierten organisierte Neonazis in Kreuzberg und griffen dabei noch dagegen demonstrierende Menschen an. Einige „antifaschistische“ Gruppen feiern das als Vertreibung der Neonazis aus Kreuzberg und Neukölln. Doch wie sieht es wirklich aus? Warum gibt es mehr effektiv mehr prozessbeobachtende Neonazis als prozessbeobachtende Antifas bei Gerichtsprozessen? Was ist mit den Fackelmärschen in Neukölln und Moabit, sowie den immer häufiger werdenen Aktivitäten (Glasbruch, Graffiti, Flyerverteilungen in Bahnhöfen/Einkaufspassagen und Angriffe auf Menschen) der organisierten Neonazis in Kreuzberg und Neukölln?

Wie können wir solche Aktivitäten der Neonazis vorbeugen. Wie können wir einen Selbstschutz organisieren? Oder ist „Selbstschutz organisieren!“ nur eine platte Parole? Ein Vorschlag wäre die Organisierung von Gruppen, die an bestimmten Tagen und bei bestimmten Verdachtsfällen relevante mögliche Anschlagsziele bewacht. Einen ähnlichen Selbstschutz gab es z.B.im Mai 2009, als einige Roma-Familien im New Yorck (Bethanien) unterkamen und daraufhin das New Yorck und die Roma von Neonazis bedroht wurden. Ein anderer Vorschlag wäre das Wiederbeleben einer Antifa-Kultur, die nichts mit Party und Mackermilitanz zu tun hat, sondern sich vielmehr mit Prozessbeobachtungen und anderen Recherchen auseinandersetzt. Eine Frage hierzu wäre, wie wir es schaffen, dass Recherchen der breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden und eine breite Öffentlichkeit sich auch an den Recherchen beteiligen kann.

Ist hier sogar eine neue antifaschistische Organisierungsdebatte von Nöten? Über welches Medium oder welche Medien sollte diese behandelt werden? Was können wir aus der antifaschistischen Organisierungs der 1990er Jahre lernen, welche Fehler sollten wir lieber nicht wiederholen?

Hungerstreik im Gefängnis

Der Gefangene Werner Brauener befindet sich im Hungerstreik. Für viele stellt sich da die Frage: „Wie kann ich helfen?“ Neben dem Abtippen und das Veröffentlichen von Texten der Gefangenen und Demonstrationen vor den Gefängnissen, sowie Wäschewaschen, Briefverkehr und Spenden, scheint es keine Möglichkeit zu geben die Mauer (physisch) zu durchbrechen. Neben der Frage nach vorhandenen Strukturen der „Repressionsarbeit“ wollen wir uns auch der „Antirepressionsarbeit“ widmen.

Welche Unterschiede gibt es zweischen heute und den 1970er bis 1990er Jahre, in denen Menschen in Deutschland aus den Gefängnissen herausgeholt wurden und die Mauern einiger Gefängnisse auch wirklich brachen? Wie war das damals organisiert und hatten „befreite Gefangene“ auch eine Perspektive draussen?

Projekte wie der „Gefangenenrundbrief Mauerfall“ zeigten, dass wir mit unseren Konflikten draussen oft perspektivärmer waren als die Verwalteten drinnen. Denn neben der Frage nach den halbwegs erträglichen Verhältnissen in den Gefängnissen, stellt sich uns die Frage, ob wir wirklich die „Freiheit für alle Gefangenen“ wollen, und damit einhergehend die Abschaffung aller Gefängnisse. Lauthals geschriehen wurde hier schon. Konzepte geliefert wurden jedoch nicht. Wie stellen wir uns eine Gesellschaft ohne Gefängnisse vor? Welche Konzepte haben wir zu diesem Thema?

Autonomer Kongress / AVV-Organisation

Vom 17. bis zum 19. Juni 2011 findet in Köln der „Kongress für autonome Politik 2011″ statt. Im Autonomen Zentrum Köln haben alle Interessierte die Möglichkeit sich auszutauschen und diese Plattform mit autonomen Leben, mit neuen und guten Ideen zu füllen. Da autonome Politik einem starr programmierten Kongress entgegen steht, hoffen wir, dass neben den vorbereiteten Themenblöcken nicht nur aus Berlin zusätzliche Beiträge kommen. Die Homepage des Kongresses findet ihr hier: http://autonomepolitik.blogsport.de

Neben der individuellen Anreise könnte es auch eine gemeinschaftliche Anreise nach Köln geben. Bei dieser AVV können wir also diskutieren, wer das wie organisiert. Ebenso können wir auch weiter beraten, wie der Austausch zwischen den einzelnen regionalen Autonomen Vollversammlungen funktionieren soll. Wer wird in den nächsten Monaten zu den anderen Autonomen Vollversammlungen fahren und wie wollen wir das finanzieren. Weiterer Gesprächspunkt soll die Mobilisierung zu der Berliner AVV sein. Wer übernimmt diese Aufgabe und wer finanziert das Mobilisierungsmaterial? Ist auch eine inter-regionale Mobilisierung erwünscht und kann diese funktionieren?

Indymedia (und andere Medien)

Vielen Aktivisten und Aktivistinnen fällt auf, dass die Moderationsqualität von Indymedia abnimmt. Auch bei anderen Medienprojekten (z.B. Interim) ist eine geminderte Aktivität und Qualität zu beobachten. Ohne in die Autonomie dieser Projekte eingreiffen zu wollen, können wir uns überlegen, wie wir Indymedia und andere emanzipatorische Medienprojekte stärken können.

Doch nicht nur bei den deutschsprachigen Indymedia läuft nicht alles rund. Wer verschiedene Indymedia-Listen verfolgt, wird bemerken, dass interne Konflikte zu Spaltungen führten. Besonders zu erwähnen ist hier Indymedia UK und die Konflikte um die „Mayday-Kollektiv“. Siehe hierzu: http://london.indymedia.org/articles/9017 – Ähnlichen „Platzneid“ gab es schon mit der Neuerscheinung der „radikal“ (ab Nummer 161). Ist ein solcher „Platzneid“ notwendig, d.h. gibt es wirklich Gründe solche autonomen Projekte zu bekriegen?

Termine und Aktuelles

Falls es noch andere aktuelle Sachen gibt, können diese in die AVV miteingebracht werden. Die o.g. Themen sollen auch keine Programmierung bedeuten, sondern sind nur Themenvorschläge. Andere Vorschläge können noch vor Ort gemacht, andere Themen auch gemeinsam diskutiert werden.

Termine können auch angesagt werden. Da die Autonome Vollversammlung Berlin selbst kein Terminkalender ist, wird es für die Versammlung angenehmer sein, diese Termine am Ende anzusagen oder themenrelevant einzubinden. Einen Terminkalender für Berlin findet ihr hier: http://www.stressfaktor.squat.net

Anderes

Da es in Berlin auch in autonomen Kreisen zu gewaltförmigen Handeln und Redeverhalten kommen kann, wäre es schön, wenn sich zur AVV am 13. Juni 2011 eine „Awarenessgroup“ organisieren würde. Diese Aufgabe könnten z.B. jeweils Menschen aus den Autonomen Vollversammlungen der andere Städte/Regionen übernehmen.

Bei schönem Wetter findet die AVV nicht im New Yock, sondern direkt auf der Wiese vor dem New Yorck (Bethanien) statt. Also nicht vergessen:

Autonome Vollversammlung in Berlin
13. Juni 2011 – ab 19 Uhr 30
New Yorck (Bethanien) – Kreuzberg
http://avvberlin.blogsport.de

Das New Yorck 59 ist in der Nähe des U-Bahnhofes Kottbusser Tor (U1/U8). Ihr müsst die Adalbertstrasse runtergehen und Ecke Waldemarstrasse könnt ihr schon das Bethanien sehen. Die genaue Adresse lautet Mariannenplatz 2A in 10997 Berlin-Kreuzberg .

Wir freuen uns, wenn nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ kommen, sondern auch viele Menschen, die sich für die Bewegung in Spanien und Griechenland interessieren. Wir hoffen auf eine rege Diskussion und einen riesigen Erfahrungsaustausch.

Übrigens:

Am 15. Juni 2011 findet in ab 19 Uhr 30 in der Roten Flora auch in Hamburg wieder eine Autonome Vollversammlung statt. Dort wird das Thema „Umgang mit Daten – Gibt es sichere Kommunikation“ diskutiert. Kommt auch nach Hamburg zahlreich!! Blog der AVV Hamburg: http://autonomevvhamburg.blogsport.de

http://www.youtube.com/watch?v=jQZ0po9WisA

Protokoll: Autonome Vollversammlung (AVV) am 13. Mai 2011

Die Autonome Vollversammlung (AVV) Berlin fand in diesem Monat einmalig und ausnahmsweise im Statthaus Böcklerpark statt. Sie begann schon um 18h. Nachfolgend das Protokoll.

a) Platz Teufelberg
Bericht vom Gelände der ehemaligen US-Abhöranlage/Radarstation auf dem Teufelsberg (liegt zwischen den S-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße). Menschen versuchen, sich einen Teil davon als lebendigen Ort anzueignen und suchen Unterstützer. Jeden Dienstag Abend ist dort Plenum.

b) HS von Werner Braeuner
Bericht vom Hungerstreik (HS) des Strafgefangenen Werner Braeuner. Solidaritäts-Demonstration/Kundgebung am 19. Mai um 18 Uhr auf dem Potsdamer Platz (S-/U-Bhf Potsdamer Platz). Infos: http://political-prisoners.net

c) Mangelnde Solidarität
Es wird bedauert, dass beim Prozess gegen Roland Bialke am 3. Mai vor dem AG Berlin-Tiergarten nur sehr wenig solidarische Menschen anwesend waren. Der nächste Prozesstag ist derzeit terminiert auf: 28. Juni 201, 11.30 Uhr, Raum 1104, Amtsgericht Kirchstrasse, Kirchstrasse 6, Nahe S-Bahnhof Bellevue (S7), Berlin.

d) Nazi-Aufmarsch in Berlin
Morgen, am 14.5. Der Tagesspiegel meldet: „Zwischen 12 und 20 Uhr ist am Samstag eine Demonstration der rechtsextremen Szene in Tempelhof und Kreuzberg geplant. Der genaue Startpunkt wird von Polizei und Veranstaltern geheim gehalten. […] Anmelder des Aufmarsches ist der NPD-Politiker Sebastian Schmidtke, der jahrelang führendes Mitglied der Nazigruppierung ‚Märkischer Heimatschutz‘ war.“ Mehr: http://www.tagesspiegel.de/berlin/naziaufmarsch-in-tempelhof-und-kreuzberg/4172264.html

e) Sarrazin kommt. Wir auch.
Kundgebung unter dem Motto: „Sarrazin halt’s Maul – Rassismus abschaffen!“ Im Hotel Estrel wird Thilo Sarazzin Raum geboten, seine rassistischen Ansichten aus „Deutschland schafft sich ab“ auszubreiten. Auf Einladung des Berliner Abendblattes schwadroniert er über die „Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang und Zuwanderung ergeben“. Er beschwört dabei die Illusion, Menschen mit Migrationshintergrund stünden für Abhängigkeit von staatlichen Zahlungen und würden lauter religiös-fanatische Kinder produzieren. Wir wollen Präsenz zeigten und die Verbreitung von Vorurteilen, Angstargumenten und rassistischer Stimmungsmache in Neukölln nicht widerspruchslos hinnehmen.
Kundgebung gegen Sarrazin: Mittwoch 18. Mai 2010, 17 Uhr, Eingang Estrel Hotel, S-Bahnhof Sonnenallee. Kommt alle! Wir werden laut und kreativ sein!

f) Resümee
An der AVV nahmen etwa 10-15 Menschen teil. Sie begann sehr pünktlich und wurde mangels Gesprächsbedarfs früher als vorgesehen beendet. Die Vorbereitenden waren leider nicht anwesend (Könnt ihr als Ersatz dafür die nächste AVV vorbereiten und den Raum reservieren?).
Der Versuch, die AVV mit der Anti-Atom-Mobilisierungsvollversammlung zusammenzulegen ist gescheitert. Es gab keine Synergieeffekte. Nur wenige Teilnehmer der AVV blieben zur Anti-Atom-VV, wo über die Proteste gegen das Atomforum gesprochen wurde. Der neue Ort, die frühere Zeit oder anderes haben dazu beigetragen, dass nicht so viele Teilnehmer_innen auf der AVV anwesend waren. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass die AVV künftig zur traditionellen Zeit am traditionellen Ort stattfinden sollte.
Info am Rande: Gegen 19h stand auf dem Weg/der Straße am Kanal, unmittelbar am Eingang zum Statthaus Böcklerpark, ein schwarzer BMW mit Zivi-Bullen, die die Weggehenden und Ankommenden registrierten. Die Zivi-Schweine wollten ihre Dienstnummern nicht herausgeben. Das letzte Wort ist in dieser Sache noch nicht gesprochen.

Die nächste AVV wird wieder am alten Ort zur gewohnten Zeit stattfinden: Montag 13. Juni 2011, 19.30 Uhr, Bethanien/New Yorck

Protokoll der AVV vom 13.4.2011

Am 13.4. fand wie jeden Monat die autonome Vollversammlung statt. Etwa 30 Menschen fanden den Weg ins New Yorck 59 um sich auszutauschen.
Protokoll der AVV vom 13.4

AVV / Sicherheit
Themen
1.Mai
8.Mai
G8/G20
Situation in Lampedusa / Süditalien
Autonomen Kongress in Köln
Ankündigungen
Nächste VV und Anti-Atom Plenum

AVV / Sicherheit
Anfang März gab es wohl einen Artikel in der MoPo über den ersten Mai, wo ein Bulle ein bisschen über die autonome Mobilisierung gequatscht hat. Dabei wurde ziemlich genau das wieder gegeben, was auf der AVV diskutiert wurde, und ging deutlich über das Protokoll hinaus. Auch wenn es nix neues ist, dass die Bullen mithören, sollten wir verstärkt darauf achten, was wir erzählen, und Dinge ruhig allgemein halten.

G8/G20
Ein Mensch aus der berliner Vorbereitungsgruppe war da, und hat ein wenig erzählt. Besagte Gruppe hat eine Webseite wo mensch aktuelle Infos bekommt. berlinagainstg8@blogsport.de. (es wird um Verlinkung und Weiterleitung der Seite gebeten). Es gibt den Aufruf, am 26/27 Mai dezentrale Aktionen zu machen, anstatt nach Frankreich zu fahren. Am 26 wird es in Berlin ne Demo geben, die am Rosenthaler Platz startet. Eine Idee der Vorbereitungsgruppe war, dass sich die Kiezgrüppchen voher in ihren Bezirken treffen, und zusammen zur Demo latschen, da wird allerdings nichts vorbereitet (bisher). Am 27. gibt es dann einen Aktionstag am dezentrale Aktionen gegens Kapital und G8 gewünscht sind…. und die ganze Aktionspalette genutzt werden könnte.

1.Mai
Die Bullen wollen vor dem 1.Mai 80 Gefährdeansprachen machen. Daher nicht wundern wenn sie bei euch vor der Haustür stehen. Es gilt wie immer Anna und Arthur halten’s Maul. Einfach wieder die Tür zuknallen.

Es wird auf der 18 Uhr Demo einen stadtpolitischen Block geben, der an den entsprechenden Transparenten erkennbar sein wird. Idee dahinter ist, wieder mehr politische Inhalte zu vermitteln. Alle sind herzlich eingeladen sich einzubringen und Transpis und Schilder etc. mitzubringen.

Der Demoauftakt am Kotti wird wohl verboten werden, daher wahrscheinlich Kottbusser Damm als Startpunkt. Wahrscheinlich sind Vorkontrollen. Wir sollten versuchen diese (kollektiv) zu verweigern.

Um 16 Uhr soll es eine unangemeldete Demo auf dem Myfest geben (Aufruf ist u.a. hier zu lesen: http://de.indymedia.org/2011/04/304680.shtml). Diese Initiative wurde von den Menschen auf der VV begrüßt, und es wurde länger diskutiert, wie mensch sich zu wem bzw. was auf dem Myfest wie positioniert. Die Reaktionen der Myfest Besucher_innen wird unserem Verhalten und Auftreten entsprechen, so die Einschätzung. Ziel der Aktion soll die Vermittlung der Inhalte und eine (re)politisierung des Myfestes sein. Als eigentliche Gegnerschaft, werden nicht die Besucher_innen des Festes gesehen, sondern das autoritäre Politikverbot von oben und den repressiven Ordnungswahn der berliner Behörden. So sollte sich dann auch während der Demo positioniert werden. Allerdings wurde auch das gesamte Myfest als Aufstandsbekämpfungsinstrument kritisiert, einschließlich der Gäste, die dort sind. Das Myfest wird vom QM und dem Bezirksamt organisiert. Wenn möglich soll von dieser Demo dann gemeinsam zur 18 Uhr Demo und dem stadtpolitischen Block gegangen werden. Außerdem wird an diesem Tag auch der Garlo-Guliani Park eingeweiht.
Adalberstr./Bethaniendamm wird das Barrio Antifascista sein. Und auf dem Mariannenplatz ein Parteienfest von Grünen und Linke. Die sich sicher auch über Besuch engagierter Leute freuen.

8.Mai
Gab Bedürfnis über den 8.Mai zu sprechen, allerdings gibt’s wenig Infos, was so los ist.
Nur das die Pioniernutzung auf Tempelhof offiziell feierlich eröffnet wird. Zum Jahrestag gewissermaßen..

Nächste AVV /Anti-Atom Plenum
am 14/15 Mai findet wieder das jährliche deutsche Atomforum in Berlin statt. Dieses Jahr soll es dagegen Blockaden geben. Die Vorbereitenden wollen am 13.5. eine große Info VV im Mehringhof dazu machen, und haben angefragt, ob wir als AVV dazustoßen können, da sie auch nicht als Konkurrenzveranstaltung mit uns stattfinden wollen. Es wurde sich darauf geeinigt das die nächste AVV im Mehringhof bereits um 18 Uhr stattfindet, damit dann alle danach zur Info VV des Anti-Atom Plenums gehen können. Achtet auf Ankündigungen, falls sich da noch was ändert.

Lampedusa
Eine Aktivistin berichtet von der Situation in Lampedusa. Situation ist ziemlich furchtbar, und die wenigen Aktivist_innen vor Ort benötigen Unterstützung. Sie fragen konkret nach internationaler Solidarität der autonomen Szene(n). Außerdem wird wohl angedacht etwas in Süditalien zu organisieren, wozu dann international mobilisiert werden würde.

Autonomen Kongress
Dieser wird dieses Jahr in Köln stattfinden. Es ist ein interessantes Papier dazu veröffentlicht worden, in der Interim #722 vom 21.1.2011 (gibt’s wohl noch im M99). Wunsch wurde geäußert diesen auf der AVV zu diskutieren. Also alle bis zum nächsten Mal am besten lesen, kopieren und mitbringen.

Zensus 2011
Es wurde noch über die anstehende Volxbefragung geredet, und individuelle Widerstandsmöglichkeiten diskutiert, da wir es wohl verplant haben was kollektives auf die Beine zu stellen. Ein Hinweis dazu war ziemlich wichtig, und zwar, dass die NPD dazu aufruft ganz viel diese Interview Jobs zu machen. Man kann sich ja vorstellen, was die mit den Daten so anstellen.

Ankündigungen
22.4 Infoveranstaltung zur Antifa-Demo in Braunschweig am 4.6. Veranstaltung im XB

Einstellungsbündnis hat Büchlein zur Reflexion über die Soliarbeit im MG Prozess herausgebracht. gibt’s in den üblichen Buchläden. Dazu gibt’s auch eine Veranstaltung am 18.4 im Südblock /X-Berg.

8.5. gibt es um 16 Uhrdas Antirepressionstreffen zur Liebig 14 Repression. Danach um 18 Uhr ein offenes Treffen für die Betroffenen ohne Unterstützer_innen um auch darüber zu reden, wie mensch kollektiv damit umgeht auch mit den Prozessen, und wie es den einzelnen geht. Internetseite: gesa.blogsport.de (Gemeinsam Statt Allein)

Und nicht vergessen nächste AVV am 13.Mai im Mehringhof und schon um 18 UHR.

Autonome Vollversammlung – Protokoll 13. März 2011

Protokoll der Autonomen Vollversammlung (AVV) im New Yorck (Bethanien) in Berlin vom 13.03.11

Tops: Termine | Struktur der AVV | 1. Mai | Fukushima

22 Menschen zu Beginn anwesend (ca)

1. Termine

- 30.03. 21:00 Friedel: Treffen zur Berliner Mobilisierung zum Naziaufmarsch in Braunschweig am 4.6.

- 22.04. XB-Liebig: größere Veranstaltung zu Braunschweig.

Es wurde die Frage nach einer kommenden Steigende-Mieten-Demo gestellt. Daraufhin wurde geantwortet, dass es vermutlich einen Sternmarsch aus den Demos der einzelnen Kiezinitiativen geben wird.

- 19.03. 21:00 XB-Liebig: Escada-Pelzfrei-Party der Berliner Tierbefreiungs-Aktion (BerTA) – AntiRep-Soli

- Liebig14-AntiRep-AG hat jeden 1. Sonntag im Monat um 16.00 im Bethanien ein offenes Treffen An dieser Stelle wurden von einer Person folgende Infos über den Stand der L14 Repression gegeben: – hohe Repressionskosten -> Solipartys in Planung – Betroffenen der L14-Woche sollen sich bei AntiRep-AG melden – allerdings wird gewünscht, dass Menschen, die in Strukturen eingebunden sind, sich möglichst innerhalb ihrer Bezugsgruppen um Antirepression zu kümmern, sodass in erster Linie Menschen, die so etwas nicht haben mit Rep-Kosten nicht allein gelassen werden. Eine andere Person appelierte an Menschen, die vom Staat Geld wegen Repression zurückbekommen (z.B. Kopenhagen), dieses für aktuelle Antirepression bereitzustellen (z.B. Liebig14)

- 10.04. 19.00 (?) SO36: offenes Treffen zu der Veranstaltungswoche „30 Jahre Hausbesetzung“ im September. Bringt euch ein!

- 09.04. 15.00 Liebig14-Kurzdemo zum Liegenschaftsfond. Hier werden noch Redebeiträge aus einem Mieter_Innenkontext gesucht

- 21.03. New Yorck 59 (Bethanien) G8-Infoveranstaltung

2. Struktur der AVV

WICHTIG: Das Passwort der AVV-blogsport-Seite wurde gehackt. Die Seite http://avvberlin.blogsport.de/ stellt somit nicht mehr die Internetpräsenz der AVV Berlin dar. Auch die dort angegebene email-Adressse autonome_vollversammlung@riseup.net ist, wie schon vor dem Hack-Angriff beschlossen, nicht meher als Kontaktadresse zu verwenden. Wenn ihr euch in nächster Zeit an die AVV wenden/an ihr mitwirken wollt, kommt einfach zur nächsten AVV.

Diese Informationen wurden von einer Person bekanntgegeben. Später wurde beschlossen dies über das AVV-Protokoll öffentlich bekanntzugeben und darin hervorzuheben. Eine Person meinte, dass es die AVV auch ohne email-Adresse geben könne und eine dezentrale Struktur vorgezogen werden solle. Diese Meinung stieß auf mehrere zustimmende Meinungen. Menschen äußerten jedoch, dass von anderen avvs gewünscht war einen kontakt nach berlin zu haben, der zwar auch durch dezentrale strukturen(antifa etc.) vorhanden ist, aber nicht direkt zur avv. um das protokoll der avv zu veröffentlichen dachten sich die menschen es bei indymedia und indymedia-linksunten zu posten. Außerdem wurde vorgeschlagen es auszudrucken und in „Szeneläden“ auszulegen außerdem soll das Protokoll an die interim geschickt werden, da diese im moment recht regelmäßig erscheint. Zur Organisation wurde sich darauf geeinigt einen Vorbereitungskreis zu finden, der sich um die nächste AVV kümmert. Bei der nächsten AVV müsste sich also logischerweise wieder eine Gruppe finden. Vorschläge wie Verantwortliche, oder eine feste Vorbereitungsgruppe trafen auf Gegenstimmen, da sich die AVV dadurch auszeichne, dass jedes mal andere Menschen da sind und es dadurch keine Menschen geben kann/muss, die immer da sind. Der Vorbereitungskreis soll sich neben der Vorbereitung der AVV auch um die Ankündigung im stressfaktor kümmern.

3. 1.Mai

Hier kam der Wunsch auf über den 1. Mai zu reden. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, wie dieser Tag konzipiert sein könnte:

-Internet-Ticker (wie bei der Liebig14-Räumung)

-verschiedene Anlaufpunkte -nicht auf Kreuzberg fixieren

-bei dezentralen Aktionen themenbezogen mobilisieren und konkrete Ziele nennen (z.B. Arbeitsamt)

-Vorbereitung aus der AVV heraus

-Gegenstimmen: die AVV ist nicht sicher und daher ungeeignet für das Planen von Aktionen

-Tagesablauf abhängig davon, ob und wie Nazis marschieren

-Spontis möglich am 1. Mai?

-mit Zettel-Mobilisierung

-Zeit-Ort-Mobilisierung (z.B. 27:30 Uhr A-Platz)

-Sponti müsste groß sein, um laufen zu können

-Flyer-Aktionen -nach 18.00-Demo aus Kreuzberg wegmobilisieren (Vorschlag, der auf Zustimmung stieß: nach Neukölln)

-in Neukölln ein Art „gutes“ Fest machen (nicht-kommerziell)

-zur GeSa mobilisieren (logisch, weil dort mit Sicherheit Menschen sind..)

Außerdem wollte sich im Anschluss an die AVV eine Gruppe treffen, um eventuell etwas zum 1. Mai vorzubereiten.

4. Fukushima

Aufgrund der nuklearen Katastrophe in Japan wollten Menschen diese als Top dabei haben. Es wurde beschlossen, dass es an dieser Stelle nicht zu einem Nachrichtenaustausch kommen sollte, weil das zu zeitintensiv wäre. Allerdings gab es den klaren Wunsch nach öffentlichen Aktionen und Spontis von linker/linksradikaler Seite und ohne Parteifahnen. Hier wurde die Hoffnung jedoch auf die Menschen gesetzt, die in Anti-AKW-Gruppen aktiv sind. Auch die Idee einer Anti-AKW-VV in Berlin kam auf, worauf aber nicht näher eingegangen wurde.

Die nächste AVV ist am 13.4.11 im Bethanien um 19:30