Protokoll der AVV Berlin vom 13.02.2011

Am 13. Februar 2011 fand in Berlin die monatliche Autonome Vollversammlung (AVV) statt. Im Bethanien fanden sich etwa 50 Personen zusammen, um über autonome Politik in Berlin zu reden, sich auszutauschen und zu vernetzen.

AVV-Protokoll 13.02.2011

Themen:

- Infrastruktur und E-Mail
- 1.Mai
- Köpi
- Liebig 14
- Scharnweberstraße 29

Infrastruktur und E-Mail

- Diskussion über den Ausschluss einer Person von der AVV
- Die meisten Teilnehmer_innen wollen nicht, dass diese Person weiter an der AVV teilnimmt, da diese sich vermehrt nicht an Absprachen gehalten, eigenmächtig Dinge unter dem Label der AVV angekündigt und veröffentlicht hat und Strukturen und Personen sich gefährdet fühlen
- Allerdings soll der Person die Möglichkeit einer Stellungnahme außerhalb der AVV gegeben werden
- Die Mail-Adresse der AVV soll nicht mehr benutzt werden: ist VERBRANNT, weil sie von dieser Person als Privatadresse und Medium genutzt wurde
- Die Adresse wird vom Blog genommen und das Passwort des Blogs geändert

1. Mai

- Aufgrund der allgemeinen Enttäuschung über die 1. Mai-Demo im letzten Jahr / in den letzten Jahren, wurde über Alternativkonzepte gesprochen
- Es gab ein kurzes Update über den Stand in der Vorbereitungsgruppe
- Ein wichtiger Punkt, vor allem in der Vorbereitungsgruppe, ist die Route und die Frage nach dem Endpunkt (Neukölln/Friedrichshain/Kreuzberg) der Demo
- Es wird sich mehr Inhalt und politischer Kontext zu der Demo und den Aktionen gewünscht.
>weniger „Alkoholkrawalle“
- Idee eines dezentralen Konzeptes und einer unangemeldeten Demo
- Mehr Bezug auf Gentrification und steigende Mieten und mehr Vernetzung mit Bürger_innen-Inis und Kiezgruppen

Køpi

- Es gab das Gerücht einer Zwangsversteigerung. Fakt ist, das Haus ist wieder an die Bank zurückgefallen und es gibt noch keinen Termin für eine Versteigerung
- Der Wagenplatz hat noch Verträge für die nächsten 3 Jahre

Liebig 14

- Einige Bewohner_innen bedankten sich für die Unterstützung und teilten mit, dass das Kollektiv weiterbesteht
- Gentrification ist in den Köpfen der Menschen angekommen und die Verbindung zwischen einem geräumten Hausprojekt und Mieterverdrängung ist thematisiert worden
- Viele Menschen sind der Ansicht, dass das dezentrale Konzept aufgegangen ist und dass zielgerichtete Sachbeschädigung ein geeignetes Mittel ist
- Der Ticker wurde von vielen als gut und nützlich empfunden
- Es wurde über Zuspruch von Bürger_innen und Anwohner_innen für militante Aktionen berichtet
- Demos und Aktionen haben gut nebeneinander funktioniert
- Frage kam auf: Warum kommt kein/kaum solcher Protest bei anderen Themen (z.B. Mandatsverlängerung Afgahnistan)? Wieso wird sich zu solchen Themen kaum positioniert?
- Das Liebig-Kollektiv schätzt eventuelle Kosten auf bis zu 100.000€
- Für Menschen, die festgenommen wurden, gibt es ein „Betroffenen-Treffen“ im Bandito Rosso, am 20.02.2011 von 18:00 bis 19:00 Uhr
- Es wird noch eine Liebig14-Demo stattfinden, der Termin steht noch nicht fest

Scharni 29

- Das Haus wurde saniert und das Projekt hat 20-Jahre-Verträge bekommen
- Die Räume im Erdgeschoss der Scharnweberstraße 29 wurden gekündigt, der Räumungstermin ist der 03.03.2011 um 10:30 Uhr
- Letztes Jahr wurde der 1. Stock geräumt, nachdem der Prozess verloren wurde, die restlichen Stockwerke gewannen die Prozesse
- Im Moment gibt es einen Rechtsstreit und der 1. Stock wird eventuell an das Hausprojekt zurückgegeben
- Erdgeschoss wurde gekündigt, weil es als Wohnraum gemietet war, aber nicht als solcher genutzt wurde
- Der Schenkladen geht ins „Exil“ im Supamolly
- Besitzer Padovicz hat viele Häuser in Berlin (ca. 200?) mit staatlicher Subvention an niedrige Mieten gebunden →eventuell andere Bewohner_innen informieren
- Wichtig: Die Räumung in einen Kontext mit steigenden Mieten und Verdrängung stellen
- Was tun am Tag X?
- Das Projekt will den „bürgerlichen Schein“ nicht verlieren, ist aber offen für jede Art der Unterstützung
- Machen den Eindruck noch nicht genau zu wissen, was sie machen wollen und was sie sich von Unterstützer_innen wünschen
- Es ist ein Runder Tisch mit Senat geplant
- Geplante Demo („Umzugsdemo“) ist am 26.02. um 15:00 Uhr
- Aktuelle Infos: → www.scharni29.blogsport.de
→ www.systemfehler-berlin.de.vu

Das Protokoll der AVV Berlin wurde von mehreren Personen geschrieben und zusammengefasst. Wenn in diesem Protokoll etwas fehlt oder falsch beschrieben wurde, dann ergänzt oder berichtigt es bitte.

Nachtrag: Das Passwort von dem Blog wurde geändert und die E-Mailadresse rausgenommen. Allerdings wurde der Blog daraufhin gehackt, die Änderungen rückgängig gemacht und mit einem neuen Passwort versehen. Also ist der Blog, zumindest vorerst, auch verbrannt.

carnival

„Carnival“

I‘ve walked these streets
A virtual stage
It seemed to me
Make up on their faces
Actors took their
Places next to me

I‘ve walked these streets
In a carnival
Of sights to see
All the cheap thrill seekers
The vendors & the dealers
They crowded around me

Have I been blind
Have I been lost
Inside myself and
My own mind
Hypnotized
Mesmerized
By what my eyes have seen?

I‘ve walked these streets
In a spectacle of wealth & poverty
In the diamond market
The scarlet welcome carpet
That they just rolled out for me

I‘ve walked these streets
In the mad house asylum
They can be
Where a wild eyed misfit prophet
On a traffic island stopped
And he raved of saving me

Have I been blind
Have I been lost
Inside myself and
My own mind
Hypnotized
Mesmerized
By what my eyes have seen?

Have I been wrong
Have I been wise
To shut my eyes
And play along
Hypnotized
Paralyzed
By what my eyes have found
By what my eyes have seen
What they have seen?

Have I been blind
Have I been lost
Have I been wrong
Have I been wise
Have I been strong
Have I been
Hypnotized
Mesmerized
By what my eyes have found
In that great street carnival
In that carnival?

Ergänzung zur AVV-Einladung am 13.2.2011

Auf der kommenden Autonomen Vollversammlung möchten wir neben den angekündikten Themen auch über die Räumung der Liebig 14 diskutieren.
At the next Autonomous Full Gathering we would also like to discuss the eviction of Liebig 14.
liebig14.blogsport.de

Berlin: Einladung zur AVV am 13.02.2011

Wir laden euch hiermit zur nächsten Autonomen Vollversammlung (AVV) in Berlin ein. Die Autonome Vollversammlung soll eine Diskussionsplattform für unerfahrene und erfahrene Leute bieten, die Anregegungen und Anschluss an autonome Politik finden oder sich weiterhin mit Leuten aus anderen Zusammenhängen austauschen wollen. Fernab von verknöcherten Strukturen möchten wir einen Anstoss geben, dass Menschen ein realistisches Bewusstsein für die sich ihnen umgebenen Verhältnisse entwickeln und sie in selbstverantwortlicher Aktivität zur Verbesserung ihrer Umwelt übergehen. Die Themen sollen diesmal die Kämpfe im Mittelmeerraum (Griechenland, Italien, Frankreich, Tunesien, Algerien, Ägypten) sein. Ein zweites angekündigtes Thema ist die Manipulation in und aus der linken Politik. Falls noch Zeit bleibt, dann können wir auch das vorbereitete und mehrfach verschobene Thema „Polizeitaktik“ diskutieren. Eigene Themen können zur AVV wie immer mitgebracht und dort diskutiert werden. Die Autonome Vollversammlung findet diesmal im New Yorck 59 (Bethanien) statt. Wie gewohnt am 13. im Monat (diesmal der 13. Februar 2011) ab 19 Uhr 30.

Auch diesmal wurde ein Flyer mit einer Auflage von mehreren tausend Stück verteilt. Auf der Rückseite widmen wir uns, wie in den letzten Monaten auch, aktuellen Repressionsfällen. Diesmal thematisierten wir dort die Repression gegen den emanzipatorischen Aktivisten Roland Ionas Bialke. Repression bedeutet nicht nur in ein Gefängnis gesteckt zu werden oder von der Polizistin einen Schlagstock auf den Kopf geschmettert zu bekommen, Repression hat auch andere Formen. Neben Repressionskosten von ca. 14.000 Euro sieht sich Roland einer FUD-Kampagne (Schmutzkampagne) ausgesetzt. Dadurch soll seine autonome, fast unkontrollierbare Aktivität gestoppt werden. Ist so eine Kampagne erst einmal in fahrt, dann beteiligen sich nicht nur der Staatsschutz, sondern auch Neonazis und Linke daran. Helft Roland, wo ihr nur könnt, und unterstützt seine Politik! FUD – Diese Methode der Zersetzung betrifft nicht nur Roland, sondern beispielsweise der unkontrollierbare Teil der Black Panther Party in den USA wurde auf diese Weise in wenigen Monaten zerstört und der Rest in kontrollierbare „etablierte Strukturen“ gespalten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fear,_Uncertainty_and_Doubt

Auch in den nächsten Monaten soll es Flyer mit hoher Auflage für die Autonomen Vollversammlungen geben. Wir denken jedoch, dass wir diese nicht mehr fast ausschliesslich in fast stagnierenden linken Projekten verteilen sollten, sondern in Betrieben, Lehranstalten und in den Briefkästen der in Berlin wohnenden Menschen. Eben dort, wo das Leben schlägt. Dafür brauchen wir aber noch sehr viele tatkräftige Menschen, die sich an unseren Verteilungsaktionen beteiligen. Wendet Euch dazu bitte an unsere E-Mailadresse!

Kämpfe im Mittelmeerraum

Niemand von uns kam in den letzten Wochen an diesem Thema vorbei. Im Mittelmeerraum bewegt sich was. Und auch schon in den letzten Jahren gab es Aufstände in diesen Gebiet. Doch um was wird da eigentlich gekämpft und wer kämpft da überhaupt? In Griechenland und in Italien formierten sich klandestine Gruppen, um mit Waffengewalt für eine „befreite Gesellschaft“ zu kämpfen. Um ihre Abgrenzung von verknöcherten linken Strukturen zu zeigen, gaben sie sich wahnwitzige Namen wie „Verschwörung der Kerne des Feuers“ – http://en.wikipedia.org/wiki/Conspiracy_of_Fire_Nuclei – oder „Revolutionäre Sekte“. http://en.wikipedia.org/wiki/Terrorism_in_Greece

Neben Brand- und Bombenanschlägen, gab es Verschickungen von „Paketbomben“, die für grosses internationales Medieninteresse sorgten, und die gezielte Tötung von Menschen. (z.B. Sokratis Guiolias) Auch gab es Demonstrationen bei denen Menschen zu Schaden kamen und sogar drei Menschen starben. Nach diesen Toten zerfiel diese Bewegung fast zu Staub und nachdem verschiedene Mitglieder der klandestinen Gruppen gefasst waren, führte sie die Gefangenschaft in die Ohnmacht der Bürgerlichkeit zurück. Einige Gefangene bezichtigten sich selbst schwerer Straftaten, andere liessen über die zuvor verhassten Medien berichten, dass es sich bei einigen Anschlägen um Aktionen von Gladio ähnlichen Strukturen handeln müsse.

Zum grossen Teil ging es bei den Massenprotesten in den europäischen Mittelmeerstaaten (z.B. Frankreich, Italien und Griechenland) um den Erhalt und den Ausbau bürgerlicher Privilegien. Es handelte sich also um Revolten. Eine Beteiligung der arbeitenden Klasse ohne Privilegien war jedoch nicht zu erkennen. Das liegt unter anderem daran, dass es in grossen Teilen Europas keine arbeitende Klasse ohne bürgerliche Privilegien gibt. Wir sprechen hier von der europäischen Verbürgerlichung, die auf Kosten der arbeitenden Klasse in anderen Kontinenten geschah.

Welche Bedeutung hat das Mittelmeer?

Afrkanische und asiatische Menschen, die in ihrem Herkunftsort keine Privilegien geniessen oder durch den Dritten Weltkrieg und andere Kriege vertrieben wurden, wollen etwas von den Kuchen in Europa abhaben. Sie suchen dort ein besseres Leben und stossen nach oft langer und mühevoller Odyssee auf ein natürliches Hindernis – das Mittelmeer. In Europa wird hingegen alles getan, um diese Menschen fernzuhalten. Eine gemeinsame europäische Organisation wurde geschaffen, um operativ gegen „Eindringlinge“ mit gebündelten Kräften vorzugehen. (FRONTEX) Flüchtlinge werden festgenommen, in Lager gesperrt oder ertränkt. Ähnliches geschieht übrigens auch in den USA, nur das hier viele Flüchtlinge in der Wüste vor dem grossen Zaun verdursten.

Auch in den afrikanischen Ländern am Mittelmeer (z.B. Ägypten, Tunesien und Algerien) handelt es sich um einen Aufstand des Bürgertums (Revolte). Menschen ohne Privilegien sind so gut wie garnicht an den Auseinandersetzungen beteiligt. Die fast eine Millionen obdachtlose Flüchtlinge in Ägypten, die wie Leichen auf den ägyptischen Friedhöfen schlafen, nützt es nichts, wenn sich etwas für den ägyptischen Bürger oder der ägyptischen Bürgerin ändert. Sie haben nicht die Privilegien der ägyptischen Menschen, keine Arbeitslosenhilfe, keine Rente, keine Krankenversicherung und auch keine kostenlose Schule für die Kinder.

Gegen die Revolte – Warum?

In einem System, ohne Gegenwehr der Herrschenden, gleichen sich nach dem Gesetz der Arbitrage die unterschiedlichen Märkte an. Das heisst vereinfacht, dass wenn in Europa etwas 10 Cent teurer wird, dann wird das gleiche Produkt in Afrika um 10 Cent preiswerter. Unter anderem durch Gesetze, Kriege und Grenzen versuchen die Herrschenden in Europa aber die Unterschiede der Märkte aufrecht zu erhalten. Wenn in Europa nun das privilegierte Proletariat (Bürgertum) revoltiert, gegen Preiserhöhungen und gekürzte Sozialleistungen in Europa kämpft, dann ist das der Schlag ins Gesicht der afrikanischen Emanzipation.

Die Revolte, also das Aufbegehren des Bürgertums zum Erhalt und Ausbau der eigenen Privilegien, ist Konterrevolution! Eine Revolution hingegen kann nur durch die Bewusstseinsveränderung eines jeden Menschens in ihrer Gesamtheit enstehen. „Die Grenze verläuft nicht zwischen Unten und Oben, sondern zwischen Dir und mir!“ Die europäische Zivilisation hat schon genug Schaden in den „Kolonien“ und jetztigen „unabhängigen Staaten“ anerichtet. Eine Option sich revolutionär zu bewegen, ist es, sich dem bewaffneten Kampf gegen das Europäische Bürgertum in Akrika, Asien und Südamerika anzuschliessen. Alles andere ist inkonsequent.

Bringt bitte soviel Material über die Kämpfe im Mittelmeerraum mit, wie ihr finden könnt. Wir wollen alles zusammentragen, diskutieren und unsere eigenen Gedanken in diese tötlichen Konflikte einbringen! Berichtet von euren Erfahrungen in den genannten Ländern, sagt uns was dort im Moment läuft und verfasst Diskussionspapiere. Warum wurde in Deutschland solange geschwiegen?

Manipulation in der Linken

Ein weiteres Thema soll die Manipulation in den „linken Szenen“ und aus den „linken Szenen“ heraus sein. Wir wollen zusammentragen, wo wir manipuliert haben. War es die Teilnehmer- und Teilnehmerinnenzahl von unseren Veranstaltungen, die wir hochlogen, oder waren es bewusst weggelassene Tatsachen, um etwas „Solidarität“ zu erhaschen? Sind die Begriffe mit denen wir operieren überhaupt reflektiert, d.h. wissen wir was sie bedeuten?? Warum nennen wir z.B. etwas „Solidarität“, wenn wir wissen, dass es sich dabei um „Subsidiarität“ handelt?

Angefangen von der (Sitz-)Verteilung von Gruppen in Plena, über Informationskontrolle einer Szene, bis zu taktischen Fragen oder dem Rausdrängen von Menschen mit einer anderen Meinung aus Gruppenzusammenhängen. Warum betreiben wir einerseits einen Gruppenfetisch, obwohl wir uns andererseits von einzelnen Führungspersonen dominiert sehen und erkennen, dass die Bedürfnisse jeder einzelnen Person wichtige Faktoren in politischer Arbeit sind? Warum erzählen wir anderen von unseren Konsens, wenn es überhaupt keinen Konsens geben kann

Und wie schaffen wir es authentisch zu sein und ein ehrliches Vertrauenverhältnis aufzubauen? Wenn Tratsch vorherrscht und das poitive Klima in Plena nur hohle Fassade ist, was unterscheidet uns dann von der Politik nicht-emanzipatorischer Menschen? Wie schaffen wir es kapitalistische Verhaltensweise trotz guter Vorsätze nicht zu reproduzieren?

Warum ist der Aktivitätsgrad (Militanz) unserer Aktionen so gering, unsere Aktionen und Kampagnen so kurzlebig und so wenig radikal? Belügen wir uns da nicht selbst? Wenn wir beispielsweise „Wir Bleiben Alle“ rufen, und wissen, dass wir gehen werden, warum rufen wir dann solche Parolen? Und was hat das für eine Wirkung nach innen uns aussen? Nehmen wir das Beispiel „Flughafen Tempelhof“: Warum haben wir mit dem Besetzungsversuch hunderte Menschen gefährdet, wenn nun nichts mehr dazu kommt? Bleiben wir ewig an Symbolen hängen oder ändern wir auch mal etwas?

Weitere Themen

Wir hatten das Thema „Polizeitaktik – Analyse und Gegenmassnahmen in Theorie und Praxis“ vorbereitet und verschoben. Wenn noch Zeit für dieses Thema bleibt, dann kann das diskutiert werden. Einen Vorbereitungstext könnt ihr hier finden: http://avvberlin.blogsport.de/2010/11/27/vorbereitungstext-zur-avv-november-und-dezember-2010-auszug/ – Ansonsten können auch wieder eigene Themen mitgebracht und angesprochen werden.

Termine und Aktuelles

Für Termine in Berlin ist es ganz sinnvoll in den Stessfaktor – siehe: http://stressfaktor.squat.net – zu schauen. Trotzdem macht es auch oft Sinn einen Termin persönlich übermittelt zu bekommen und sich kurz darüber auszutauschen. Darum wird auch in dieser AVV Platz dafür gefunden.

Die nächste Autonome Vollversammlung findet am 13. Februar 2011 im New Yorck 59 (Bethanien) ab 19.30 Uhr statt! Das New Yorck 59 ist in der Nähe des U-Bahnhofes Kottbusser Tor (U1/U8). Ihr müsst die Adalbertstrasse runtergehen und Ecke Waldemarstrasse könnt ihr schon das Bethanien sehen. Die genaue Adresse lautet Mariannenplatz 2A in 10997 Berlin-Kreuzberg .

autonome_vollversammlung@riseup.net

http://avvberlin.blogsport.de

Wichtig

Die Autonome Vollversammlung (AVV) ist nicht die Vollversammlung der autonomen Gruppen und Einzelpersonen! Das wäre auch ein Widerspruch. DIe Autonome Vollversammlung ist eine Vollversammlung, die autonom, d.h. selbstverantwortlich, organisiert. Willkommen sind alle, die etwas verändern wollen und sich für selbstverantwortliches Handeln interessieren. Ausgeschlossen davon sind rassistische und sexistische Menschen. Ebenso ausgeschlossen sind Angehörige von Repressionsorganen!

Die Autonomen Vollversammlungen bzw. Versammlungen für autonome Politik gibt und gab es in vielen Städten und Regionen. So z.B. in Hamburg, NRW, Bremen, Berlin und Köln. Wir freuen uns, wenn ihr auch in eurer Stadt oder Region Autonome Vollversammlungen gründet!

Für mehr revolutionäre Zellen!!

Lebt und lest radikal – https://radikalrl.wordpress.com

Berlin: AVV vom 13.01.2011 – Infos über Liebig 14

Am 13. Januar 2010 fand im New Yorck 59 die monatliche Berliner Autonome Vollversammlung (AVV Berlin) statt. Die vier angekündigten Themen (1. Mai 2011, Militanter Kongress 2011, Protestreflexion und „Green Anarchy“) wurden jedoch verschoben, da ein aktuelles aktuelles Thema die anwesenden Menschen mehr beschäftigte: Die für den 2. Februar 2011 angekündigte Räumung der Liebigstrasse 14.

Es hatten sich zur Autonomen Vollversammlung etwa 100 Menschen im New Yorck 59 eingefunden, die kaum alle in den dortigen Versammmlungsraum passten. Das Arrangieren und Warten dauerte ca. eine Stunde, bis gegen 20 Uhr 30 die AVV dann endlich anfing.

Berlin – Räumungsankündigung Liebigstrasse 14

Das Thema „Räumungsankündigung Liebig 14 (L14)“ nahm dann auch die gesamte Zeit der Autonomen Vollversammlung in Anspruch und die angekündigten Themen wurden auf die nächsten Autonomen Vollversammlungen verschoben. Zunächst berichten Menschen aus der L14 über die aktuelle Situation. Die Räumungsankündigung haben sie am Montag den 10. Januar 2011 erhalten. Für die Räumung ist der 2. Februar 2011 angekündigt. Auftraggeber sind die Hauseigentümer: LILA Gbr, d.h. Erwin Thöne und Suitbert Beulker. Die anwesenden Personen aus der L14 und andere Personen in der AVV gehen davon aus, dass auch tatsächlich an diesem Tag geräumt wird.

Verhandlungen am runden Tisch mit Politiker_innen wurden bereits im November 2010 wegen Ergebnislosigkeit abgebrochen. Siehe: http://liebig14.blogsport.de/category/indymedia/ – Die L14 wird ihr Haus nicht freiwillig räumen! Am Tag der Räumung wird jedoch das Haus für Unterstützer und Unterstützerinnen nicht offen stehen. Es wird davon ausgegangen, dass das Haus mit aller Gewalt geräumt wird. Es gibt KEINEN Aufruf sich vor dem Haus zu versammeln. Viel mehr mache es Sinn dezentral in Kleingruppen zu agieren, hauptsächlich wegen der hohen Polizeipräsenz vor Ort.

Weitere Aktionsideen:

- andere Häuser zeitnah zur angekündigten Räumung (schein-)besetzen
- Spontandemonstrationen in anderen Bezirken zu machen
- Platzbesetzungen (reclaim-the-streets-Partys)
- Kundgebungen
- rosa Elefanten auf die Kreuzung schieben :-)
- längste Bolognese der Welt (diese Idee stiess bei vielen in der AVV auf Unverständnis)
- Transparente in der ganzen Stadt anbringen..

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, die L14 lebt von eurer Unterzützung! ALLE Aktionsformen sind erwünscht, es geht darum Druck aufzubauen, die Räumungskosten und weitere Kosten die mit der Räumung in Verbindung gebracht werden möglichst hoch zu treiben und der Politik und Polizei möglichst viel Aufwand zu bereiten.

„Jede Räumung kostet eine Million…“

Es wird eine Pressegruppe geben, einen Infopunkt, Ticker und eine Pennplatzbörse für angereiste Personen. Demonstrationen? – Es gab eine Diskussion darüber eine Demonstration zu machen, um den Sinn einer Demonstration vs. dezentrales Konzept, Anlaufpunkt für Zugereiste und Menschen, die diese Aktionsform wählen… Es wurde sich dafür entschieden zwei Demonstrationen zu organisieren. Eine Grossdemonstration am 29. Januar 2011 und eine weitere am Tag der Räumung oder am drauffolgenden Tag

Wie weiter?

Es gibt derzeit kein Ersatzobjekt für die Liebig 14. Ein Angebot: Ein zum Verkauf stehender Plattenbau in Pankow war seitens des Liegenschaftsfonds Berlin eine Phrase. Die Gruppe wird sich weiter treffen. Eine Kontinuität der Aktionen sei auch im Gesamten wichtig. Es gehe nicht nur um das Fortbestehen der L14, es gehe vielmehr darum Freiräume zu erhalten und sich mit Mieter- und Mierterinnenkämpfen zu solidarisieren.

Bitte mobilisiert international!

Am 14. Januar 2011 gab es schon eine „Solikundgebung“ vor der deutschen Botschaft in London! (-:

Weitere Termine, wo ihr euch über die Aktionen rund um die Liebigstrasse 14 informieren könnt, sind eine besondere Liebig-14-Unterstützungs-Vollversammlung am 18. Januar 2011 ab 19 Uhr 30 im New Yorck 59 (Bethanien) und die Wir-Bleiben-Alle-Vollversammlung am 27. Januar 2011 ab 19 Uhr 30 in der Bödi 9. Das New Yorck 59 ist in der Nähe des U-Bahnhofes Kottbusser Tor (U1/u8). Ihr müsst die Adalbertstrasse runtergehen und Ecke Waldemarstrasse könnt ihr schon das Bethanien sehen. Die genaue Adresse lautet Mariannenplatz 2A in 10997 Berlin-Kreuzberg. Das Hausprojekt Bödi 9 findet ihr in der Nähe des S-Bahnhofes Ostkreuz.

Weitere Termine können auch unter http://stressfaktor.squat.net und http://liebig14.blogsport.de angekündigt werden.

Warnung vor FUD-Kampagne

Im Zusammenhang mit der Liebigstrasse 14 und deren Umfeld gibt es eine FUD-Kampagne. Fallt also nicht auf irgendwelche Fakes rein! Macht euch selbst ein Bild von dem Projekt und redet mit den Menschen dort!

Autonome Vollversammlung im Februar 2011

Neben der erfolgreichen Verteidigung der Liebigstrasse 14 gibt es folgende Themenvorschläge für die nächste AVV: Kämpfe im Mittelmeerraum (u.a. Griechenland, Italien und Frankreich), Manipulation in der linken Politik, Polizeistrategien – Analyse und Aktionen dagegen. Und auch die verschobenen Themen werden noch diskustiert. Die nächste Berliner Autonome Vollversammlung wird am 13. Februar 2011 ab 19 Uhr 30 im New Yorck 59 stattfinden. Es wird wieder massenhaft Flyer geben. Die Rückseite der Flyer für die nächsten AVVs werden wir auch weiterhin nutzen, um auf von Repression betroffene Genossen und Genossinnen aufmerksam zu machen.

Lebt und lest radikal !!

https://radikalrl.wordpress.com

Kontakt: autonome_vollversammlung@riseup.net

Homepage: http://avvberlin.blogsport.de